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Die Kirche zu Duckow

 

1229 wird das Dorf Duckow in einer Urkunde erstmalig erwähnt. Herzog Wartislaw III. von Pommern gibt das Dorf dem Kloster Dargun.

1282 wird die Kirche in Duckow erwähnt. Sie ist ein Granitquaderbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, hatte eine gewölbte Decke und einen Chorraum 

1307 teilt Bischof Konrad von Kammin die bisher zu einer Pfarre verbundenen Kirchen Duckow, Scharpzow und Gülzow in zwei Pfarren, und legt zur Kirche Duckow die Dörfer Benz und Gielow (heutiger Pfarrsitz).

Um 1630 im Dreißigjährigen Krieg geht Duckow zugrunde. Kaiserliche Truppen brennen das Pfarrhaus völlig und die Kirche bis auf die Außenmauern nieder. Das Dorf liegt bis zum Ende des Krieges wüst. Die Pfarrstelle wird nicht wieder hergestellt, sondern zur Kirche Zettemin gelegt. 

Erst 50 Jahre später um 1700 war man in der Lage, die Kirche wieder instand zu setzen. Das zeigte die restauratorische Farbuntersuchung an Wänden und Decke, die eine großflächige Ausmalung aus dieser Zeit feststellte. Auch der Altaraufsatz an der Nordwand und der Beichtstuhl unter der Kanzel stammen aus dieser Zeit.

Das zerstörte Gewölbe und der Chorraum wurden nicht wieder hergestellt. Die Kirche erhielt eine Holzdecke und über den Triumphbogen wurde ein Fachwerkgiebel gesetzt. 

Neuerdings wurden bei der restauratorischen Arbeit Anzeichen gefunden, dass das Gewölbe schon im 16. Jhd. zusammengebrochen sein könnte und die Kirche darum schon vor dem Dreißigjährigen Krieg eine Holzdecke hatte. 

Um 1875 wurde die Kirche noch einmal neu gestaltet und erhielt mit den neugotischen Fenstern ihr heutiges Aussehen.

 

Die Orgel ist historisch sehr wertvoll. Wahrscheinlich Anfang des 18. Jhd. erbaut – Herkunft und Erbauer sind unbekannt – wurde sie 1777 gekauft. Der damalige Küster Friese aus Kummerow hat sie in Duckow eingebaut. Er ist der Stammvater der bekannten mecklenburgischen Orgelbauerfamilie Friese, die über drei Generationen viele wertvolle Instrumente geschaffen hat.

1841 – 46 wurde die Orgel von Landes-Orgelbauer Schmidt aus Malchin repariert. 

1875 – 76 erfolgte eine Reparatur und Erweiterung durch den Orgelbaumeister Grysckiewitz aus Posen. Zur Zeit ist die Orgel nicht mehr spielbar und vom Verfall bedroht.

 

Durch die Fernsehdokumentation „Dorfkirchen in Not“ erreichte auch die Duckower Kirche, die kurz vor dem Verfall stand, deutschlandweit Aufmerksamkeit. Es fanden sich Spender. Und so konnte das Gebäude vom Herbst 1998 bis Ende 2000 saniert werden. Große Unterstützung kam von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und vom Verein „Dorfkirchen in Not“. Die Kirchgemeinde ist sehr dankbar für die große Unterstützung, die sie von vielen Seiten erhalten hat.

 

Vom Sommer 2002 bis zum Frühjahr 2003 wurde der freistehende Glockenstuhl neu errichtet und die beiden Glocken wieder aufgehängt. Der alte Glockenstuhl musste einige Jahre zuvor wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. 

Erst im Jahr 2005 erhielt die Kirche mit dem Kornleuchter eine elektrischen Beleuchtung. 

Im Jahr 2007 konnte eine neue Ausmalung der Kirche abgeschlossen werden. Damit erscheint nun auch der Innenraum sauber und erneuert. Zugleich wurde damit die Voraussetzung für die weiteren notwendigen Restaurierungen geschaffen. Möglich wurde diese Ausmalung wieder durch viele Spenden. Auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kam wieder große Unterstützung

 

Als nächstes müssen die Orgel, der Altaraufsatz und das Gestühl restauriert werden. Wann und mit welchen Mitteln das geschehen kann, ist aber noch offen. Die nötigen restauratorischen Voruntersuchungen sind jedoch abgeschlossen, sodass als nächstes ein Konzept erarbeitet werden kann. Und die Restaurierung der Orgel ist inzwischen geplant und genehmigt.